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Auch im Glarnerland machen wir am Strike for Future auf die Klimakrise aufmerksam und feiern gleichzeitig das zehnjährige Jubiläum der Gemeindefusion. Sie ist Ausdruck des Glarner Pioniergeistes. Darum setzen wir uns dafür ein, dass der Kanton Glarus auch in der Klimapolitik eine Vorreiterrolle einnimmt.


Zu Fuss ab Näfels – mit dem Velo ab Schwanden

Eine Gruppe startet um 9 Uhr zu Fuss beim Bahnhof Näfels. Auf dem Weg stehen künstlerische Fussgänger-Inszenierungen auf dem Programm. Eine zweite Gruppe startet mit Velos um 11.15 Uhr beim Bahnhof Schwanden. Die beiden Gruppen treffen sich kurz vor 12 Uhr auf dem Rathausplatz Glarus.


Gemeinsam in eine lebenswerte Zukunft starten

Am 21. Mai setzen wir ein Zeichen für die Förderung der klimaschonenden und gesunden Mobilität im Glarnerland. Wer sich zu Fuss ab Näfels oder mit dem Velo ab Schwanden mitbewegen will, kann sich per E-Mail an glarus@climatestrike.ch anmelden.

Mobilitätsvisionen für ein klimaneutrales Glarnerland

Der Strassenverkehr ist in der Schweiz die grösste Einzelquelle für im Inland verursachte Treibhausgas-Emissionen. Und die durchschnittlich mit dem Auto gefahrenen Kilometer nehmen noch immer jährlich zu.

Gerade im Kanton Glarus ist der Anstieg besonders spürbar. Auch hier sind unsere motorisierten Fahrzeuge der grösste Klimasünder und die Dörfer entsprechend stark belastet. Allein durch Glarus fahren pro Tag 20'000 Fahrzeuge. Das kann schon stutzig machen, insbesondere deshalb, weil während der Stosszeiten im schweizweiten Durchschnitt nur 1,1 Personen im Auto sitzen.


So hoch wie die Treibhausgas-Emissionen sind, so komplex und vielseitig ist das Thema Mobilität. Dabei lohnt es sich umso mehr, den Verkehr etwas unter die Lupe zu nehmen.


Heute steht in Punkto Mobilität bei der Planung oft das Auto an erster Stelle; der verbleibende Platz wird dann zwischen Fussgänger*innen und Velofahrenden aufgeteilt. Darauf machte erst kürzlich der VCS Glarus im Zusammenhang mit der geplanten Querspange Netstal aufmerksam. Es stellt sich zudem immer wieder das Problem, dass mit dem Bau neuer Strassen der Verkehr nicht ab-, sondern im Gegenteil sogar zunimmt. Eine Entlastung der Dorfkerne wird dadurch also kaum erreicht. So kommt es zu immer neuen Nutzungskonflikten zwischen Anwohnenden und Vorbeiziehenden, also dem Durchgangsverkehr.


Unter ähnlichen Vorzeichen steht auch die Aufhebung des Halts der S25 in Nieder- und Oberurnen. Anstatt den ÖV als öffentliche Dienstleistung insgesamt attraktiver zu machen, werden damit Anreize gesetzt, vermehrt wieder aufs Auto zurückzugreifen. Das wirft im Hinblick auf die heutige Ausgangslage doch einige Fragezeichen auf.


Dabei sind nachhaltige Mobilitätsformen nicht nur ein Gewinn für Umwelt und Klima, sondern auch für die Dorfkerne, die Verkehrssicherheit und die Gesellschaft insgesamt. Wie aber könnte ein nachhaltigerer Verkehr im Glarnerland aussehen?


Ganz grundlegend ist die Förderung und Priorisierung der Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel wie Velo, Fussverkehr und ÖV. Ein Netz von schnellen, direkten und sicheren Verbindungen ist unerlässlich, um die nachhaltige Fortbewegung attraktiv zu gestalten. Eine Neupriorisierung kann gleichzeitig auch zu mehr Verkehrssicherheit führen, weil so der Langsamverkehr stärker in die Planung der Verkehrswege einbezogen wird.


Nebst der Förderung umweltfreundlicher Mobilität sind weitere Massnahmen unerlässlich. Eines der wohl einfachsten, kostengünstigsten und unmittelbarsten Mittel sind konsequente Temporeduktionen. Da der Luftwiderstand nicht linear, sondern quadratisch verläuft, steigen die Emissionen mit zunehmender Geschwindigkeit ungleich stark an. Temporeduktionen bergen ein hohes Potenzial zur Reduzierung der CO2-Emissionen und sind gleichzeitig ein grosser Gewinn für das Leben mit weniger Lärm im Dorfkern, die Kinder und deren Sicherheit, die Begegnungszonen und die Luftqualität.


Weiterhin könnten Car-Sharing Angebote vorerst zur Entspannung der Lage beitragen – 1,1 Personen pro Auto während Stosszeiten: Das können wir besser! Gerade im Glarnerland ist eine effizientere Auslastung des Individualverkehrs verhältnismässig leicht umsetzbar. Dank der eigentümlichen Topografie gibt es lediglich zwei Hauptverkehrsachsen. Dazu müsste das Rad nicht neu erfunden werden – Pilotprojekte wie sogenannte «Mitfahrbänkli» gibt es schon in diversen anderen Kantonen, wie Basel-Land, St. Gallen oder im Thurgau.


Eine klimaneutrale Mobilität erfordert also ein Umdenken an so einigen Stellen und die Arbeit an verschiedenen Fronten. Entsprechend gross ist aber auch deren Nutzen – haben wir doch mit dem Verkehr den wichtigsten Hebel zur Bewältigung der Klimakrise in der Hand. Und im gleichen Atemzug können wir den Dorfkernen neues Leben einhauchen.


Autorinnen: Eva Maria Kreis und Lisa Sulzer, Vorstandsmitglieder von KlimaGlarus.ch


Dieser Beitrag ist am 15. April in den Südostschweiz Glarner Nachrichten als Tribüne erschienen. Vielen Dank.

Baumpflanzaktion am 17. April

Aus den 60 Bildern der Wahlcouverts werden wir 60 Bäume pflanzen.

Wir freuen uns am 17. April und 24. April in Glarus Süd wieder Bäume zu pflanzen.

Dafür suchen wir noch Helfer*innen, die uns beim Pflanzen der Bäume unterstützen. Falls du Lust und Zeit hast, melde dich doch via glarus@climatestrike.ch an – wir freuen uns auf dich!

Die Hohe Relevanz der Ernährung

Seit Mitte Februar ist Fastenzeit. Ausgerechnet jetzt noch mehr zu verzichten, mag schwerfallen. Beim Essen geht es aber um die persönliche Gesundheit, und Ernährung spielt auch bei der Klimakrise eine zentrale Rolle.

Die Art unserer Ernährung wird immer wichtiger. Bezüglich des Klimas weiss man, dass unser Ernährungssystem fast ein Drittel der globalen Treibhausgasemissionen verursacht. Unser Nahrungsmittelkonsum ist also einer der grossen Hebel zur Bewältigung der Klimakrise. Dabei haben wir den Luxus, selbst zu entscheiden, was in unseren Einkaufswagen und schlussendlich auf unseren Teller gelangt.


Was an unseren Nahrungsmitteln aber birgt diesen grossen Einfluss auf das Klima? Die Nachverfolgung hinsichtlich Herstellungsart, Verarbeitungsweise, Inhaltsstoffe oder Herkunft wird für Konsumenten immer schwieriger. Labels wie Bio-Suisse, IP-Suisse, Max Havelaar, EU-Bio-Label, Demeter, Naturaplan, Migros Bio etc. versuchen zwar Abhilfe zu schaffen, doch die zunehmende Label-Vielfalt macht den Einkauf nicht leichter.


Die riesige Auswahl an Lebensmitteln aus der ganzen Welt und stetige Sonderangebote von Grossverteilern führen dazu, dass der Kauf von regionalen und lokalen Produkten vernachlässigt wird. Dabei kommt regionales Einkaufen nebst den lokalen Landwirten und Produzentinnen auch der Klimabilanz zugute. Beim Flugtransport zum Beispiel von exotischen Früchten oder Meeresfischen werden bis zu hundertmal mehr Treibhausgase als beim Schiffstransport ausgestossen. Emissionen, welche die weiten Transportwege auf dem Meer oder Boden verursachen, lassen sich durch Konsum saisonaler Lebensmittel aus der Schweiz verhindern. Die Reduktion der ernährungsbedingten Emissionen ist essenziell. Regional produzieren und konsumieren ist deshalb ein effektiver Beitrag zum Klimaschutz.


Das Lebensmittelangebot ist auch im Glarnerland von tierischen Produkten geprägt. Es ist leider nicht zu leugnen, dass die Viehzucht einen grossen Einfluss auf den Klimawandel hat. Fast 60 Prozent der durch die Ernährung erzeugten Emissionen stammen aus der Herstellung tierischer Lebensmittel. Der Fleischkonsum hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Empfehlung für die wöchentliche Fleischportion der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung überschreiten wir heute um das Dreifache.


Ein übermässiger Verzehr an tierischen Produkten ist nicht nur für das Klima, sondern auch für die eigene Gesundheit schädlich. Tierische Fette enthalten gesättigte Fettsäuren, welche das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Letztere sind in der Schweiz die häufigste Todesursache, bei Frauen deutlich und bei Männern gleichauf mit Krebserkrankungen. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt in ihrer Lebensmittelpyramide eine ausgewogene Ernährung mit pflanzlichen Lebensmitteln als grössten und tierischen Lebensmitteln als kleinsten Anteil.


Die Glarner Landwirtschaft ist stark auf die tierische Lebensmittelproduktion, also auf Fleisch- und Milchprodukte, ausgerichtet. Wenn Glarnerinnen und Glarner sich auf diese einheimischen tierischen Produkte beschränken, die nicht in rauen Mengen wie im nationalen und internationalen Markt vorkommen, ist bereits viel getan. Die neue Bauernmetzgerei im Sernftal ist ein Paradebeispiel für regionale Produktion und Wertschöpfung sowie ein massvolles Angebot tierischer Produkte.


Mit einem bewussten Konsum tierischer Produkte können ein Fünftel der ernährungsbedingten Emissionen und das Krankheitsrisiko reduziert werden. Die Relevanz unserer Ernährung ist also hoch, sowohl für sich selbst als auch für die Zukunft des Glarnerlands.


Autorin: Leonie Della Casa, Vorstandsmitglied KlimaGlarus.ch


Dieser Beitrag ist am 17.03. 2021 in den Südostschweiz Glarner Nachrichten als Tribüne erschienen. Vielen Dank.

Regierungsratswahlen

Markus Heer ist seit 2011 Präsident des Verwaltungsgerichts des Kanton Glarus. Davor war er Gerichtsschreiber am Verwaltungsgericht im Kanton Zürich und Dozent für öffentliches Recht an der Universität Zürich. Er erreicht im Klimarating 4 von 4 Punkten.

Seit zwei Jahren ist Jürg Feldmann Hauptabteilungsleiter Militär und Zivilschutz im Kanton Glarus. In der Vergangenheit war Jürg Feldmann Geschäftsführer der Fridolin Druck und Medien in Schwanden. Er erreicht in unserem Klimarating 1 von 4 Punkten.


Thomas Stocker über die
Klimabewegung Glarus

Kürzlich wurde der Podcast "Mit Vollgas in die Klimakatastrophe" mit Professor Thomas Stocker veröffentlicht. Darin spricht Mona Vetsch mit Thomas Stocker über die Untätigkeit in der Klimapolitik. Sie durchforsten das SRF-Archiv und finden Aufnahmen, dass schon 1990 die Gefahren der Klimaveränderung bekannt waren. Und: er spricht auch über die Klimabewegung Glarus

Professor Thomas Stocker besuchte uns im August 2019 und hielt in einer vollen Aula einen Vortrag über die Klimakrise.

Ein Jahr später im August 2020 empfingen uns Vertreter*innen der Bundesämter in Bern. Mit dabei waren nebst Thomas Stocker unser Regierungsrat Kaspar Becker. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!

Hier findest du den gesamten Podcast «Mit Vollgas in die Klimakatastrophe» von Rückspiegel - Mona Vetsch im Gespräch

Besuch beim BFE mit Regierungsrat Kaspar Becker

Die Co-Präsidentin und der Regierungsrat beim Bundesamt. Brigitte Mader vom Bundesamt für Energie sprach mit Lisa Hämmerli von KlimaGlaurs.ch und Kaspar Becker vom Kanton Glarus über die etwas andere Herangehensweise im Glarnerland, wenn es um Klimafragen geht.

Kaspar Becker:

«Die Klimabewegung in Glarus ist konstruktiv und kreativ. Das gefällt mir. Sie sucht die Aufmerksamkeit nicht mit wilden Demonstrationen, sondern setzt auf Aufklärung. Ausserdem ist mir klar: Wir müssen jetzt handeln – auch als Kanton. Denn: Im Kanton Glarus erleben wir die Klimaveränderungen hautnah. Stichwort: Felsstürze oder Murgänge.»

Lisa Hämmerli:

«Wir sind eine sehr heterogene, also diverse Bewegung. Gymnasiastinnen, Lehrlinge machen mit, aber auch Pensionierte, Ingenieure, Unternehmer, Angestellte und Fachleute. Auch wir machen Demos. Aber im Unterschied zu den grossen Städten, kennt im Glarnerland jeder jeden. Man exponiert sich also einerseits mehr, weil das Verstecken in der Anonymität nicht möglich ist. Aber es ist auch einfacher, mit den Menschen in Kontakt zu kommen und einen konstruktiven Dialog aufzubauen, unabhängig von der Parteizugehörigkeit

Das gesamte Interview findest du hier.

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Schneefrau demonstriert in Glarus für Klimagerechtigkeit


Dieses Wochenende ist die Schneefrau im Volksgarten Glarus mit einem Anliegen auf die Bühne getreten, welches die Klimabewegung seit ihren Anfängen – und seit einem Jahr noch verstärkt – beschäftigt.


Zur Überwindung der aktuellen Pandemie braucht es die Solidarität der Generationen. Die Solidarität – der jüngeren gegenüber der älteren Generation – bei der Coronakrise muss sich auch bei der Klimakrise einstellen – von der älteren gegenüber der jüngeren Generation. Die Klimakrise betrifft junge Menschen und künftige Generationen besonders. Damit diese auch in Zukunft eine Lebensgrundlage haben, braucht es heute Handlungen. An der Schaffung eines enkeltauglichen Klimas müssen sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit voller Kraft beteiligen und zielgerichtet handeln. Dazu gehören Massnahmen wie ein wirksames Energiegesetz, CO2-neutrale Produktionsweisen in der Glarner Industrie, beim Gewerbe und der Landwirtschaft sowie klimafreundliches Konsum- und Mobilitätsverhalten.

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JahresRückblick 2020

Trotz Pandemie war die Klimabewegung auch im Jahr 2020 aktiv. Im ersten Quartal erschien der Bericht „Visionen für ein klimaneutrales Glarnerland“, welcher unser Regierungsrat Kaspar Becker zum Bundeshaus in Bern weiterleitete. In der Zwischenzeit löste die Klimabewegung das Wahlversprechen aus den Ständeratswahlen ein und pflanzte für die 252 Stimmen mehr als 1100 Jungbäume in Glarus Süd. Im Mai fand ein zweitägiger Workshop mit Walter Steinmann und verschiedenen Glarner Experten und Schlüsselpersonen statt, um die Visionen für ein klimaneutrales Glarnerland zu konkretisieren.

Nebst einem Austausch in Bern zusammen mit den Bundesämtern für Energie und öffentlichen Verkehr sowie Professor Thomas Stocker und Kaspar Becker widmete sich die Klimabewegung in der zweiten Hälfte der Schaffung nachhaltiger, internen Strukturen und gründete am 23. Oktober 2020 den Verein KlimaGlarus.ch. Unseren gesamten Jahresrückblick findest du hier.

Infovideo zur KFN

Am 27. November stimmt die Gemeindeversammlung Glarus über die Überbauungspläne der Kalkfabrik Netstal (KFN) ab. Während das Stimmvolk in Gemeinden anderer Schweizer Kantone selbstverständlich an vergleichbaren Geschäften mitbestimmt, war in Glarus ein fakultatives Referendum nötig. Ende August haben 391 Stimmbürger*innen dieses auf Initiative eines Landrats ergriffen. Die Reduktion der Treibhausgase und die Meinungsbildung stehen für die Klimabewegung im Vordergrund – sie gibt deshalb keine Parole für die Gemeindeversammlung heraus, schliesst aber Informationslücken. Diese Informationslücke füllen wir nun mit unserem Infovideo.

Baumpflanzaktion am 24.Okt.

Das Versprechen aus der letztjährigen Ständeratswahl eine Klimawahl zu machen, haben wir eingelöst. Für jede “Lisa” Stimme einen Baum zu pflanzen haben wir bereits im April, als wir über 1000 Jungbäume in Glarus Süd gepflanzt haben, gemacht. Durch die Trockenheit konnten wir nicht alle Bäume pflanzen.

Nun ist das Setzen von Bäumen wieder möglich und wir konnten am 24.Okt 7 Eichen in Glarus Süd pflanzen.

Am 4. September fanden schweizweit Aktionen für die Eindämmung der Klimakrise statt:

Auch die Klimabewegung Glarus hat sich etwas Besonderes ausgedacht. Auf dem Rathausplatz löffelte sie gemeinsam die Klimasuppe aus – im wahrsten Sinne des Wortes.

«Die Suppe kocht – wir auch!»

Unsere Aktion sollte darauf aufmerksam machen, gemeinsam Lösungen zu finden. Dazu Lisa Hämmerli: «Wir sind uns bewusst, dass frühere Generationen verantwortlich für die Klimakrise sind. Aber es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, endlich gemeinsam zu handeln.» So trafen sich Jung und Alt vor dem Glarner Rathaus und löffelten gemeinsam die Klimasuppe aus, die übrigens lecker war. «Man sagte mir, sie sei aus Molliser Tomaten – ich konnte aber auch Chilis schmecken», freut sich ein Besucher über die kulinarische Überraschung. Auch der Glarner Ständerat Mathias Zopfi war vor Ort: «Ich unterstütze diese Aktion, weil sie auf sympathische Weise auf eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit aufmerksam macht.»

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Glarner Regierungsrat Kaspar Becker über die Klimakrise:

Kaspar Becker äusserte sich am 19. August 2020 in der Aula der Kantonsschule Glarus zur Klimaveränderung und spricht das aus, was die Klimabewegung schon über einem Jahr fordert. Es muss jetzt gehandelt werden – nicht erst morgen oder übermorgen. Wir haben schon fünf nach zwölf.

Aktionswoche Klimastreik Schweiz

Für diesen Herbst hat der Klimastreik Schweiz grosse Pläne. Vom 20. bis zum 25. September 2020 beginnt die nächste Phase seines Masterplans. Aus diesem Anlass veröffentlicht die Glarner Regionalgruppe ihre «Ideen und Visionen für ein klimaneutrales Glarnerland»?, die an einem Workshop am Stefanstag 2019 entstanden sind und inzwischen in Bundesbern die Runde machen. Auch der Bericht des Workshops mit Walter Steinmann, dem ehemaligen Direktor des Bundesamts für Energie, vom 11. und 12. Juni 2020 ist öffentlich zugänglich. Die Darstellungen von Leo Kühne sind ein kleiner Vorgeschmack.

Erstes Klimatreffen nach den Corona-Lockerungen

Der Fokus lag am 18. Juli 2020 auf der Ausarbeitung und Priorisierung der gesammelten Ideen aus dem Workshop mit Dr. Walter Steinmann, dem ehemaligen Direktor des Bundesamts für Energie. Es war der erste Anlass für den frischgebackenen Leiter des neuen Glarner Klima-Büros.

Der Einladung der Klimabewegung Glarus folgten 26 motivierte Glarnerinnen und Glarner. Sie alle trafen sich im Güterschuppen, um gemeinsam Ideen zu besprechen, die den Kanton Glarus so schnell wie möglich klimaneutral machen. Einerseits wurden bereits gesammelte Ideen vertieft und andererseits neue Ideen aufgenommen.

Bild: Jarryd Lowder

Junge Leitung des ersten Glarner Klima-Büros

Obwohl der Landrat die Chance verpasst hat, eine kantonale Klimaschutzstelle zu schaffen, wurde am 1. Juli 2020 das erste Klima-Büro in Glarus eröffnet.

Kaj Weibel leitet das erste Glarner Klima-Büro und ist hoch motiviert: «Mit der Klima-Neutralität kann der Kanton Glarus an seinen früheren Ruf anknüpfen und Pionierarbeit leisten.»

Challenge for Future

Aus dem «Strike for Future» wurde am 15. Mai 2020 die «Challenge for Future». Die Coronakrise erforderte besondere Kreativität. Auf dem Rathausplatz Glarus entstand eine stille Installation zur Klimakrise. Statt Teil des Publikums zu sein, konnten sich die Menschen mit ihren Schuhen und persönlichen Botschaften an die Glarner Klimapolitik stellvertreten lassen. Wir danken der Staatskanzlei für die Bereitstellung des Rathausplatzes.

Unser fünf zentralen Botschaften an die Glarner Klimapolitik lauteten und lauten:

Solidarität der Generationen bewältigt Krisen

Transparenz macht Notstand deutlich

Heisses Pflaster Glarnerland – heute 2, morgen 4

CO2 bewirtschaften – nachhaltig wirtschaften

Gemeinsam Berge versetzen – Klimaneutralität für das Glarnerland

Bäume für die Zukunft

Bei den Glarner Ständeratswahlen vom 20. Oktober 2019 hat Lisa Hämmerli 242 Stimmen erhalten. Die Klimabewegung Glarus hat ihr Wahlversprechen eingelöst und für jede Stimme einen Baum gesetzt. Bei der Baumpflanzaktion am 18. April 2020 wurden sogar 1100 Bäume in zwei Waldstücken oberhalb von Schwanden, Glarus Süd. Weitere Informationen zur Aktion gibt es auf der Glarner Agenda.

Info-Anlass verpasst?

Der gesamte Anlass «Klimakrise - Fakt oder Angstmacherei» steht als Video bereit. Vortrag von Prof. Thomas Stocker zum Thema Klimawandel mit anschliessender Podiumsdiskussion mit

  • Sofie Ellinger (Schülerin)

  • Thomas Hefti (FDP)

  • Werner Hösli (SVP)

  • Martin Landolt (BDP)

  • Mathias Zopfi (Grüne)

  • und Thomas Stocker (Professor Uni Bern)