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Warum braucht es eine Klimabewegung im Kanton Glarus?

Im Zusammenhang mit den weltweiten Klimastreiks und Klimademos ist Ende 2018 eine nationale Klimabewegung entstanden, die dezentral organisiert ist. Auch in Glarus haben sich damals Menschen gefunden, denen die Zukunft des Lebensraums im Kanton Glarus wichtig ist. Das Berggebiet ist besonders vom Klimawandel betroffen, weil die Erderwärmung doppelt so hoch ist wie im globalen Durchschnitt.

Wie ist die Klimabewegung Glarus organisiert?

Wie es der Name schon sagt, handelt es sich bei der Klimabewegung nicht um eine klassische Organisation oder einen traditionellen Verein, sondern um eine Bewegung. Dazu gehören projektbezogenes Arbeiten, wechselnde Zuständigkeiten und schwankende Kapazitäten sowie eine dynamische Priorisierung je nach vorhandenen Ressourcen der freiwilligen Arbeit. Wer mitmachen oder einfach mal an einem unserer nächsten Treffen dabei sein will, kann sich per E-Mail an glarus@climatestrike.ch oder dem Gruppenchat auf WhatsApp beitreten.

Wer ist das Gesicht der Bewegung im Glarnerland?

Die Klimabewegung ist weder an eine Partei noch an eine andere Organisation gebunden. Das heisst auch, es stehen weder finanzielle Mittel wie z.B. bei Branchenverbänden bereit, noch die schützende Funktion solcher Verbände für einzelne Exponenten vor Phänomenen wie «Hate Speech» oder anderen Formen des Mobbings. Auch aus diesem Grund gibt es bei der Klimabewegung Glarus nicht ein bzw. das Gesicht, sondern einfach die Bewegung als Ganzes.

Welche Mitglieder gehören der Klimabewegung an?

Zur Klimabewegung gehören alle Menschen, die sich für eine lebenswerte Zukunft kommender Generationen interessieren und dementsprechend die Reduktion der Treibhausgasemissionen mindestens entlang der Ziele des Pariser Klima-Abkommens fordern. In diesem Sinne gibt es auch keine Mitgliederliste, sondern einen wechselnd aktiven Teil der Bewegung und einen uns nicht zwingend bekannten stillen Teil an ideologischen Unterstützerinnen und Unterstützern, die sich als Einzelpersonen nicht exponieren wollen oder können. Dieses Phänomen ist auf das gesellschaftlich harte Pflaster für Klimafragen zurückzuführen. Dieses Pflaster versuchen wir mit unserer Arbeit aufzuweichen.

Welchen Zweck verfolgt die Bewegung?

Die Motivation der Klimabewegung ist frei von finanziellen Zielen. Es geht weder um direkten noch indirekten finanziellen Profit, auch bzw. schon gar nicht von einzelnen Personen. Als einzigen Profit strebt die Bewegung eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen im Kanton Glarus an. Zu unseren Forderungen gehören Aufklärung und Transparenz zum Klimawandel, damit wirksame Massnahmen zur Senkung der Treibhausgasemissionen politisch getroffen und gesellschaftlich akzeptiert werden.

Was macht die Klimabewegung Glarus?

Die Klimabewegung Glarus beschränkt die Form ihrer Aktivitäten nicht auf Demonstrationen, Kundgebungen oder andere aufmerksamkeitsgetriebene Aktionen. Zahlreiche Projekte finden durch Austausch im Hintergrund statt, z.B. um sich Fachwissen anzueignen. Dazu gehören z.B. auch die Teilnahme an nationalen Austauschplattformen oder an freiwilligen Webinaren von Klimastreik Schweiz.

Wir partizipieren auch am politischen Prozess, z.B. bei klimarelevanten Traktanden an der Landsgemeinde oder an Gemeindeversammlungen. So z.B. am 29. November 2019 in Glarus für den Klima-Rappen. Oder wir machen Wählerinnen und Wähler darauf aufmerksam, sich für Politikerinnen und Politiker mit klimafreundlichem Programm zu entscheiden – dadurch ist z.B. anlässlich der Parlamentswahlen im Oktober die Baumpflanzaktion entstanden, dank der im April Schutzwald mit über 1000 Jungbäumen in Glarus Süd gepflanzt wurde.

Wie sieht es mit der Klima-Landsgemeinde aus?

Die Klima-Landsgemeinde ist nichts weniger und nichts mehr als ein mögliches Instrument, um auf die Folgen des Klimawandels im Kanton Glarus aufmerksam zu machen. Ob wir die 2000 Unterschriften erhalten oder nicht, lässt sich nicht prophezeien. Wenn es gelingt, entsteht dadurch der Ansporn für eine grosse Zahl Glarnerinnen und Glarner, also die Verwaltung und das Stimmvolk, sich konkret mit Klimafragen auseinanderzusetzen. Die Zukunft der Klimabewegung Glarus hängt aber nicht vom Zustandekommen oder Scheitern eines einzelnen Projekts ab.